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Das Bad | Ein harmonisches Zuhause oder ein repräsentatives Gewerbeobjekt beginnt beim Fundament der Raumgestaltung: dem Boden- und Wandbelag. Als
Silikonverfugung | Gestalten Sie Ihr Badezimmer individuell – mit viel Fachwissen, hochwertigen Materialien und modernster Technik vom Fliesenprofi in Tübinge
Silikonfugen sind „Wartungsfugen“ und sollten immer wieder auf Risse und ablösende Randbereiche überprüft werden. So kann man man mit einer zeitnahen Ausbesserung oder einer Erneuerung der Silikonfuge weithin Schäden abwenden.
Abgerissene undichte und von Schimmelpilzen befallene Fugen, sind in vielen Bädern ein ernst zu nehmendes Problem. Im Haus sind Schimmelpilze auf Silikonfugen mit das Hässlichste. Schimmel lässt eine Räumlichkeit optisch um mehrere Jahre altern. Außerdem sind Schimmelpilze gesundheitsschädlich. Die Entwicklung des Schimmels vollzieht sich über mehrere Phasen. Erst in der letzten Phase wird er sichtbar in Form von dunklen, hässlichen Schimmelpilzflecken in den Fugen. Es ist also zu empfehlen und ratsam, das Ersetzen der Silikonfugen zeitnah in Angriff zu nehmen. Häufig hilft auch schon das Ausbessern von Silikonfugen, um neuen Glanz ins Badezimmer zu bringen.
Wenn eine Silikonfuge bereits nach kurzer Zeit reißt, liegt das fast nie am Material selbst, sondern an Fehlern bei der Vorbereitung, der Verarbeitung oder der Konstruktion.
Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen zwei Rissarten: Adhäsionsversagen (das Silikon löst sich von der Flanke) und Kohäsionsversagen (das Silikon reißt in der Mitte durch).
Hier sind die Hauptgründe für das schnelle Reißen und wie sich diese Fehler nachprüfbar erklären lassen:
Ein hochelastischer Dichtstoff wie Silikon kann Bewegungen nur dann optimal ausgleichen, wenn er nur an zwei Seiten (den gegenüberliegenden Bauteilen) haftet.
Das Problem: Läuft das Silikon beim Verfugen zu tief in die Fuge und klebt zusätzlich am Fugenuntergrund (z. B. der Wand hinter der Fliese), entsteht eine sogenannte Dreiflankenhaftung.
Die Folge: Bei Bewegungen der Bauteile wird das Silikon in drei verschiedene Richtungen gleichzeitig gezogen. Da die physikalischen Spannungskräfte dadurch extrem ansteigen und die Dehnfähigkeit blockiert wird, reißt das Silikon unweigerlich – meist mittig (Kohäsionsriss).
Lösung nach dem Stand der Technik: Vor dem Verfugen muss eine geschlossenzellige Rundschnur (Fugenfüllprofil z. B. aus PE) in die Fuge eingelegt werden. Diese verhindert die Haftung am Untergrund und sorgt für das korrekte Zweiflanken-Profil.
Silikon benötigt einen absolut sauberen, tragfähigen und trockenen Untergrund, um chemische und physikalische Haftungskräfte (Adhäsion) aufzubauen.
Restfeuchtigkeit: Wird in feuchten Räumen (z. B. Dusche) zu schnell neu verfugt, verdunstet Restwasser aus dem Fliesenkleber oder der Wand hinter der Fuge. Dieser Dampfdruck löst die Silikonflanke ab.
Trennschichten: Staub, alte Silikonreste (Schlieren), Seifenrückstände oder Fett wirken wie eine Trennschicht.
Fehlender Primer: Auf stark saugenden Untergründen (z. B. Putz, Porenbeton) oder bestimmten Kunststoffen kann das Silikon nicht richtig haften, wenn kein haftvermittelnder Grundieranstrich (Primer) verwendet wurde.
Silikon hat eine maximale praktische Dehnfähigkeit (meist zwischen 20 % und 25 % der Fugenbreite).
Das Problem: Ist eine Fuge zu schmal (z. B. nur 2–3 mm) oder wurde das Silikon mit dem Fugenglätter extrem dünn „ausgezogen“, ist absolut gesehen zu wenig Material vorhanden, um Bauteilbewegungen aufzunehmen.
Rechenweg zur Überprüfung: Wenn sich eine Fuge um 1 mm ausdehnt:
Bei einer 10 mm breiten Fuge entspricht das 10 % Dehnung $\rightarrow$ Das Silikon hält mühelos.
Bei einer 2 mm breiten Fuge entspricht das 50 % Dehnung $\rightarrow$ Das Silikon überschreitet seine maximale Dehnfähigkeit und reißt.
Norm-Vorgabe: Nach geltenden Handwerksregeln (z. B. DIN 18540 für Außenwände, analog angewandt auf Innenfugen) sollten Bewegungsfugen im Sanitärbereich eine Mindestbreite und Mindesttiefe von meist 5 bis 8 mm nicht unterschreiten.
Besonders im Neubau oder bei frisch sanierten Objekten bewegen sich Bauteile in den ersten Monaten stark.
Estrichabsenkung: Ein frisch verlegter Estrich „setzt“ sich unter Belastung und beim Trocknen (oft um mehrere Millimeter). Wird die Fuge zwischen Fliese und Badewanne/Mauerwerk zu früh gezogen, reichen die wirkenden Kräfte aus, um das frische oder gerade ausgehärtete Silikon zu zerreißen.
Tipp aus der Praxis: Badewannen und Duschwannen sollten vor dem Verfugen mit Wasser gefüllt (belastet) werden, damit die Fuge im maximal abgesenkten Zustand versiegelt wird.
Beim Abziehen der Fuge wird häufig herkömmliches Spülmittel verwendet.
Das Problem: Spülmittel enthalten Fettlöser und Tenside. Wenn das Glättmittel vor dem Abziehen hinter die Silikonflanke gerät (oder bei zu starkem Druck dorthin gepresst wird), wäscht es die Haftbrücke zum Untergrund ab, noch bevor das Silikon haftet. Zudem können aggressive Tenside im Spülmittel die Oberfläche des Silikons chemisch angreifen und spröde machen.
Dass Silikonfugen trotz der Kennzeichnung „Sanitärsilikon“ schimmeln, liegt an einem weit verbreiteten Missverständnis: Sanitärsilikone sind nicht permanent immun gegen Schimmel. Sie enthalten lediglich Fungizide (pilzhemmende Wirkstoffe). Diese Wirkstoffe sind jedoch wasserlöslich und waschen sich durch Duschen, Putzen und Seifenlaugen im Laufe der Zeit unweigerlich aus.
Sobald der Wirkstoffschutz nachlässt, bietet die Fuge dem Pilz optimale Bedingungen. Um Schimmelbildung dauerhaft zu verhindern, muss man dem Pilz die Lebensgrundlage entziehen.
Hier sind die nachprüfbaren Hebel und wissenschaftlichen Zusammenhänge, um Schimmel auf der Fuge dauerhaft zu stoppen:
Schimmelpilze (häufig Aspergillus oder Penicillium im Bad) benötigen zum Wachsen drei Faktoren:
Sporen: Sind überall in der Luft vorhanden (nicht vermeidbar).
Nährstoffe: Hautschuppen, Seifenreste, Haare, Tenside aus Shampoos.
Feuchtigkeit: Stehendes Wasser auf der Fuge und hohe Luftfeuchtigkeit ($> 70\,\%$).
Da Sie Faktor 1 nicht beeinflussen können, müssen Sie bei Faktor 2 und 3 ansetzen.
Der größte Fehler passiert oft schon beim Abziehen der Fuge.
Das Problem: Wird die Fuge als Hohlfuge (konkav) ausgebildet, entsteht eine Rinne, in der das Wasser nach dem Duschen stehen bleibt. Das Silikon steht unter Dauerfeuchte – die Fungizide waschen sich im Zeitraffer aus.
Die Lösung: Die Fuge sollte immer als Dreiecksfuge (Fase) oder leicht ballig (konvex) abgezogen werden. Das Wasser muss physikalisch bedingt durch das Gefälle selbstständig von der Wand ablaufen können.
Viele reinigen Fugen mit aggressiven, essighaltigen Reinigern oder scheuern stark.
Zerstörung der Oberfläche: Durch starkes Schrubben entstehen mikroskopisch kleine Risse im Silikon. In diesen Mikrorissen setzen sich Nährstoffe (Seifenreste) fest, die mechanisch nicht mehr erreichbar sind, dem Schimmel aber perfekten Halt bieten.
Nährstoffquelle Spülmittel: Wer Fugen regelmäßig mit Spülmittel wischt, hinterlässt oft einen dünnen Tensidfilm. Dieser dient dem Schimmel als hervorragende Kohlenstoffquelle (Nährstoff).
Besser: Verwenden Sie neutrale oder alkalische Reiniger. Spülen Sie nach dem Putzen immer mit klarem, kaltem Wasser nach, um alle Seifen- und Shampoorückstände rückstandslos zu entfernen.
Schimmelsporen benötigen eine kontinuierliche Feuchtigkeitsperiode von etwa 24 bis 48 Stunden, um zu keimen. Wird diese Kette unterbrochen, stirbt der Keimling.
Die Trocken-Regel: Nach jedem Duschen oder Baden sollten die Fugen mit einem Fliesenwischer (Abzieher) oder einem Tuch kurz trocken gewischt werden. Wo kein stehendes Wasser ist, kann sich kein Schimmel anheften.
Richtig Lüften (Stoßlüften): Nach dem Duschen das Fenster für 5 bis 10 Minuten komplett öffnen (Stoßlüftung), anstatt es stundenlang auf Kipp zu lassen. Das sorgt für einen schnellen Luftaustausch, transportiert die Feuchtigkeit ab und kühlt die Wände nicht aus. Bei fensterlosen Bädern muss die mechanische Lüftung (Abluftventilator) mindestens 15 bis 20 Minuten nachlaufen.
Wenn Fugen bereits tiefschwarz befallen sind, hilft meist nur noch der Austausch, da das Myzel (das Pilzgeflecht) in das Silikon eingewachsen ist. Achten Sie beim Kauf auf folgende Standards:
Emissionsklasse & Zertifizierung: Verwenden Sie Silikone, die nach DIN EN 15651-3 (Dichtstoffe für Sanitärfugen) geprüft und mit der Klasse XS1 (höchste Beständigkeit gegen Schimmelpilze) zertifiziert sind.
Premium-Formulierungen: Hochwertige Silikone nutzen moderne, Silber-basierte oder langzeitstabile organische Fungizide, die deutlich langsamer auswaschen als Billig-Produkte aus dem Discounter.
Mechanisch: Fuge als schräge Fase ausbilden, damit Wasser abläuft.
Hygienisch: Nach dem Duschen kalt nachspülen (Nährstoffe weg) und trockenwischen (Feuchtigkeit weg).
Chemisch: Keine sauren Reiniger auf Silikon (Essig greift manche Silikone an und schädigt kalkhaltige Fugen/Marmor), sondern neutrale Reiniger nutzen und gut nachspülen.
Das regelmäßige Überprüfen und Erneuern der Silikonfugen ist wichtig, um Risse und ablösende Randbereiche zu vermeiden, die Schimmel- und Pilzbefall begünstigen können, was gesundheitsschädlich ist und Gebäudeschäden verursachen kann.
Alte, schimmelbefallene Silikonfugen werden vollständig mechanisch mit einem Fugenmesser, Cuttermesser oder Fugenkratzer herausgeschnitten und anschließend chemisch mit einem Silikonentferner gereinigt, um Rückstände zu entfernen.
Vor dem Neuverfugen sollte die offene Fuge desinfiziert werden, um Schimmelpilze abzutöten, und der Untergrund muss vollständig trocken, staub-, öl- und fettfrei sein, um eine gute Haftung zu gewährleisten.
In Feuchträumen sollte ausschließlich sanitärsilikon verwendet werden, das mit pilzhemmenden Stoffen ausgestattet ist, um die Neubildung von Mikroorganismen zu verhindern, und das Silikon muss gleichmäßig blasen- und hohlraumfrei in die Fuge eingebracht werden.
Eine schnelle Erneuerung der Silikonfugen ist notwendig, um die Entwicklung von Schimmelpilzen zu verhindern, die gesundheitsschädlich sind, und um größere Schäden an der Bausubstanz durch eindringendes Wasser zu vermeiden.

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